Na ja, das Leben ist nicht so einfach
Hallo an alle, die gelegentlich mein Tagebuch lesen. Habe lange nichts oder nur unregelmäßig geschrieben. Dieser Trend wird sich auch noch bis Ende April so fortsetzen.
Ich habe ein Problem mit Magen/Darm. Die Untersuchungen laufen noch. Morgen gibt es eine Magenspiegelung.
Fest steht aber, dass ich am 24. März für drei Wochen in die Kur fahre. Da werde ich wohl weniger Zeit habenzu schreiben, bzw. vielleicht ist auch kein Internet da.
Abgenommen habe ich nun durch die Probleme mit Magen/Darm mehr als genug. Wäre schön gewesen, wenn ich es ohne Krankheit gemeistert hätte.
Euch alles Gute. Bis bald.
Am 25. März 2007 um 18:29 Uhr
Hallo Silke,
ich hoffe, dass das mit der Kur geklappt hat und Du sie heute antreten
kannst. Ich gehe mal davon aus, dass Du wegen Übergewicht auf Kur gehst, oder? Ich hatte vor 4 Jahren das Vergnügen auf eine psychosomatische Reha für meine Adipositas gehen zu dürfen und seither hat es mir den Schalter umgelegt und meine Lebenseinstellung koplett umgekrempelt. Mein anfängliches Gewicht von 189 Kg (bei 1,83m) konnte ich schubweise je nach Lebenslage mit kleineren und auch größeren Schwankungen auf heutige 126 Kg reduzieren (davon 27 Kg in den letzten 12 Wochen). Nicht jedem hilft eine Reha, das habe ich durch meine Kontakte zu ehemaligen Reha-Mitstreiter leider feststellen müssen, aber es ist in jedem Fall eine Möglichkeit sein Leben wieder in normale Bahnen zu lenken. Ich vergleiche eine Reha gerne mit Krücken. Die helfen nur wenn man 1. den festen Willen hat wieder auf die Beine zu kommen und 2. sie auch benutzt und zwar am Besten so wie die Hersteller es empfehlen. Man selbst muss also das meiste davon tun, die Krücken sind dabei nur ein hilfreiches Werkzeug. Ich wünsche Dir viel Erfolg und wenn Du magst, beantworte mal meine Mail vom 24. Februar
Klaus
Am 29. März 2007 um 10:28 Uhr
Hallo Silke,
bin heute zufällig über www.index-essen.de auf Dein Tagebuch gestoßen.
Ich kann von Gewichtsreduzierung auch ein Lied singen, viele Diäten, Abnhemen, Zunehmen usw. Als ich dann letzten August 105,8Kg auf der Waage lesen musste (bei 1,62m) traf mich der Schlag und ich beschloss: JETZT IST SCHLUSS!
Von unserer Hausärztin bekam ich häufig die Empfehlung, weniger Kohlenhydrate zu essen, da diese und NICHT das Fett dick machen. Ich aß sehr gerne belegte Brot und Nudeln, Kuchen etc. Na ja, ich habe nicht wirklich zugehört. Erst als unser (sehr schlanker) Tierarzt uns erzählte, dass er aufgrund seiner sehr schlechten Leberwerte auf eine kohlenhydratarme bis freie Ernährung umgeschwenkt ist und sich seine Werte schlagartig gebessert hatten, wurde ich hellhörig.
Also begann ich Anfang September 06 mit einer kh-armen Ernährung, siehe auch diesen Link www.logi-methode.de. Du kannst das Stichwort auch mal bei www.wikipedia.de eingeben, dann erfährst Du auch viel darüber.
Lange Rede - kurzer Sinn: ich nahm Monat für Monat 5Kg durchschnittlich ab, und das bei viel Gemüse, Fleisch (auch fett), Wurst, Käse, Vollkornnudeln, Obst, 75%iger Schokolade. ABER Brot max. nur eine Scheibe am Tag, KEINE Kartoffeln mehr, KEINE weißen Nudeln, KEIN Reis, KEIN Kuchen (ab und zu Kekse). Ich habe nun 30 Kg abgenommen ohne auch nur eine Sekunde zu hungern bei leckerem und nicht wenigem Essen. Sport habe ich erst begonnen, als ich 20Kg runter hatte.
Heute sitze ich hier im Büro und habe das erste Mal seit vielen Jahren einen Minirock an
), Yeah.
Kohlenhydratarm zu essen ist KEINE Diät, sondern eine andere Ernährungsweise. Mein Ärztin ist begeistert und nun muss ich ihr recht geben. Aber auch ich bin begeistert, dass es so einfach sein kann, ohne großartig Disziplin aufbringen zu müssen, abzunehmen und das Gweicht zu halten.
Vielleicht beschäftigst Du Dich mal damit. Und, ganz klar: es gibt Befürworter dieser Ernährungsweise und es gibt Kritiker, letztere kommen aus dem Lager der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), schließlich wirft die kh-arme Ernährung alle ihre Aussagen über den Haufen und wer gibt schon Fehler zu? Merke: NICHT Fett macht fett, sondern Kohlenhydrate machen fett, erst recht in Verbindung mit Fett.
Toi, Toi, Toi für Dich!
Viele Grüße
Alex
Am 29. März 2007 um 11:00 Uhr
Zu behaupten Kohlehydrate machen dick und Fett nicht ist eine Sache über die man durchaus diskutieren kann (in Wirklichkeit kann beides zu Übergewicht führen), aber zu behaupten eine Kohlehydrat-arme Ernährung sei KEINE Diät ist, entschuldigung, Blödsinn. Wer so was behauptet hat von der Physonomie des menschlichen Körpers keine Ahnung oder nichts verstanden. Der Mensch ist seit Urzeiten ein Allesesser, die ausgewogene Mischung macht es aus. Einseitige Ernährung ist durchaus möglich, aber man muss dabei dermassen aufpassen die nötigen Nährwerte zusammen zu bekommen, dass Fehler und deren gesundheitlichen Auswirkungen vorprogrammiert sind. Meine Methode (negative Energiebilanz, auf Deutsch friss-die-Hälfte mit viel Bewegung/Sport) ist mental sicher auch nicht einfach, vielleicht sogar die schwerste, aber mit Sicherheit die gesündeste. Zugegeben, man muss aufpassen, dass man beim Erreichen des Wunschgewichtes den Übergang zu mehr Essen oder weniger Bewegung kontrolliert gestalltet um nicht in den Jo-Jo-Effekt zu rutschen.
Am 29. März 2007 um 17:02 Uhr
Hallo, liebe Klaus,
tja, darüber kann man trefflich streiten, gell? Aber viele Wege führen ja bekanntlich nach Rom und jeder muss seinen Weg individuell finden.
Lies meinen letzten Satz noch mal ganz durch, nix anderes habe ich behauptet.
>aber zu behaupten eine Kohlehydrat-arme Ernährung sei KEINE Diät ist, entschuldigung, Blödsinn.>
Dazu müssten wir den Begriff “Diät” klären. Diäten brauchen im Prinzip nur kranke Menschen mehr oder weniger lang. Deshalb aus Wikipedia:
Heutzutage bezeichnet das Wort Diät:
* Eine kurzfristige Veränderung der Ernährungsform zur Gewichtsreduktion (Reduktionsdiät)
* Eine längerfristige oder dauerhafte Ernährungsumstellung zur unterstützenden Behandlung einer Krankheit (Krankenkost)
Weder will ich kurzfristig mein Gewicht reduzieren (sondern langfristig) noch bin ich krank und bedarf einer Diät. Also habe ich meine gesamte Ernährungsweise geändert und zwar für immer.
>Wer so was behauptet hat von der Physonomie des menschlichen Körpers keine Ahnung oder nichts verstanden.>
Physiologie, lieber Klaus, nicht Physiognomie. Ich kann Dich beruhigen: vor 27 Jahren habe ich Oekotrophologie studiert, wenn auch nicht abgeschlossen. Leider war man mit den Erkenntnissen in der Ernährungswissenschaft eben noch nicht soooo weit.
>Der Mensch ist seit Urzeiten ein Allesesser, die ausgewogene Mischung macht es aus.>
Ich stimme Dir zu: der Mensch musste ein Allesfresser sein, sonst wäre er verhungert. Aber was aßen denn die Neandertaler? Genau, Beeren, wildes Gemüse, Wurzeln, Nüsse, Früchte und vor allem - Fleisch! Ackerbau und Viehzucht gab es nun mal noch nicht. Der menschliche Organismus ist nicht auf Kohlenhydratverstoffwechslung angelegt. Das kam erst Tausende Jahre später.
>Einseitige Ernährung ist durchaus möglich, aber man muss dabei dermassen aufpassen die nötigen Nährwerte zusammen zu bekommen, dass Fehler und deren gesundheitlichen Auswirkungen vorprogrammiert sind.>
Wo siehst Du einseitige Ernährung? Ich esse alle Komponenten wie Du, KH, Proteine, Fett mit Ballaststoffen, Vitaminen, spurenelementen etc.. Jedoch in einer anderen Gewichtung. Von Einseitigkeit kann also nicht die Rede sein.
>Meine Methode (negative Energiebilanz, auf Deutsch friss-die-Hälfte mit viel Bewegung/Sport)>
“Deine Methode”, FDH, wird heute von keinem Ernährungswissenschaftler oder Arzt mehr propagiert, da man inzwischen eben auch weiß, dass auf diese Weise auch nur die Hälfte an Vitaminen, Mineralstoffen, lebenswichtigen Spurenelementen aufgenommen wird. Besser wäre der Nachfolger, der aber auch schon ein Klassiker ist: IdR, “Iss das Richtige”, aber auch hier streiten die Gelehrten, WAS denn nun das Richtige für uns ist.
Sport und Bewegung sind natürlich niemals verkehrt und in allen Lebenslagen angebracht.
>ist mental sicher auch nicht einfach, vielleicht sogar die schwerste, aber mit Sicherheit die gesündeste.>
Leider nein, siehe oben, man kommt recht flott in einen Mangelzustand, der sich erst spät zeigt.
>Zugegeben, man muss aufpassen, dass man beim Erreichen des Wunschgewichtes den Übergang zu mehr Essen oder weniger Bewegung kontrolliert gestalltet um nicht in den Jo-Jo-Effekt zu rutschen.>
Eben, und diese Angst brauche ich nie wieder zu haben, das beruhigt ungemein.
Noch was: diese Ernährungsweise läuft auch unter “Mittelmeerdiät” (da ist es schon wieder, das kleine Wörtchen). Diese wird Herzinfaktpatienten in der Reha beigebracht, also viel Gemüse, Fisch, Fleisch, hochwertige Fette und Öle, wenig KH. Damit haben Kardiologen die besten Erfahrungen in der Nachsorge gesammelt. Ebenfalls empfehlen Diabetologen ihren Patienten diese Art der Ernährung (siehe auch Wikipedia). Meine Schwiemu hat damit in den letzten Monaten wieder fast normale Blutzuckerwerte bekommen und so ganz nebenbei auch noch abgenommen.
Übrigens haben wir paralell mit unserer anderen Ernährung begonnen, auch unsere Katzen artgerecht zu ernähren, man nennt das BARF (Biologisch artgerechte Rohfütterung). Sie bekommen nur noch supplementiertes Rohfleisch und Fett (der Katzenorganismus verträgt keine KH und ist nicht darauf ausgerichtet). Wir haben einen Diabetikerkater unter den vieren. Er war insulinpflichtig, bekam 2 x täglich seine Spritze, seine BZ-Werte maßen wir mit einem Humanglucometer und konnten die Entwicklung verfolgen. Dobby ist a) heute insulinfrei und b) er hat innerhalb eines Jahres ein Kilo abgenommen
).
Wie gesagt, Klaus, jeder muss seinen eigenen Weg finden und ihn beschreiten, aber dazu gehört auch, dass man sich über verschiedene Wege informiert, damit man sich entscheiden kann.
Viele Grüße
Alex
Am 8. Mai 2007 um 11:30 Uhr
Hallo Silke, ich dachte mir ich melde mich mal wieder. Hoffentlich gehts Dir gut.
Auch auf die Gefahr hin, dass es mir hier niemand glaubt, ich habe mittlerweile 75 Kilo abgenommen (von 189 auf 114 Kg bei 183cm), ohne Hilfen wie Magenband, Medikamente, oder speziellen Diäten), davon alleine 37 Kilo in diesem Jahr (entspricht 2 Kilo die Woche und ist zu schnell, ich weiß). Ich esse zwischen 1500 und 2000 Kcal normales, ausgewogenes Essen pro Tag (keine Mangelerscheinungen, Blutbild OK, keine Pickel, keine Schuppen), mache mit täglich (!) Sport über 1000 Kcal Minus und habe einen Grundumsatz von ca. 2400 Kcal, entsprechend ergibt das ein Minus von ca. 1400 Kcal was 2 Kilo entspricht (1 Kilo menschliches Übergewicht, also Fett inkl. Wasser hat ca. 7000 Kcal). Obwohl ich Ernährungstechnisch keine Probleme habe und auch leistungsfähig bleibe, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass sich durch die hohe Abnehmgeschwindigkeit andere Probleme ergeben haben. Die Bauchdecke (das ist die “Haut” im Körper, die die Organe zusammenhält) hat nicht genügend Zeit sich zu straffen und das fehlende Volumen auszugleichen, dadurch hat sich eine leichte Blasenabsenkung ergeben, das heisst ich habe Probleme im stehen zu Pinkeln. Ausserdem schlackert die überflüssige, äussere Haut (Fettschürzen) so stark an Armen, Brüsten und Bauch, dass es bei schnellen Bewegungen schon mal zu schmerzhaften Hautzerrungen kommt. Bei meiner Methode der negativen Energiebilanz durch weniger Essen und mehr Sport kann man, den entsprechenden Willen vorausgesetzt, die Geschwindigkeit aber exakt dosieren und es liegt an einem selber wie schnell man abnehmen möchte. Meine etwas unvernünftige schnelle Abnehmgeschwindigkeit ist also nicht der Methode, sondern meiner Ungedult zurück zu führen, statt -1000 Kcal Sport (hauptsächlich am Hometrainer radeln) könnte ich auch nur die
Hälfte abstrampeln und etwas mehr essen, das werde ich auch machen sobald mein Zwischenziel von 100 Kg erreicht ist.
Mit diesem Zwischenbericht verabschiede ich mich erst mal wieder und wünsche allen Leidgenossen, allen Voran Dir liebe Silke, viel Erfolg und Durchhaltevermögen,
Klaus
Am 8. Mai 2007 um 11:32 Uhr
habe mich vertippt und eine “0″ verwschluckt, sollte heissen:
entsprechend ergibt das ein Minus von ca. 14000 Kcal (pro Woche)
Am 10. Mai 2007 um 19:01 Uhr
Hoffentlich hast Du alles gut überstanden und Dich in der Kur ein wenig von Deiner Krankheit erholt. Hoffe, das wir Dich bald wieder gesund wiederhaben.
Michi
Am 25. Mai 2007 um 08:57 Uhr
Hallo Alexandra,
deine Geschicht habe ich mit Interesse gelesen. Meine Freundin versucht auch abzunehmen. Doch leider gelingt es ihr nicht so richtig. Viell hat sie noch nicht die richtige Methode gefunden. Habe ihr schon so oft gesagt, dass Hungern keinen Erfolg auf Dauer bringt. Ausserdem ist sie der Meinung, dass es in den Genen liegt. Ich sage: “Fett kann weg. Breites Becken ok, aber alles was zuviel an Fett ist kann weg und da wird auch der Hintern sehr klein.” Leider glaubt Sie mir nicht das sie richtig schlank werden kann, wenn sie daran glaubt und es möchte. Können wir irgendwie in Kontakt treten? Ich selber habe von 95 Kg mal auf 68kg abgespeckt. Nun halte ich ein Gewicht von 75kg.
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